ilona maurer

Medienberichte zum Abschied von Thomas Maurer

Thomas Maurer wurde durch seine Auftritte bei ATV bekannt. Im Mai 2026 berichteten österreichische Medien und Wegbegleiter über sein Ableben. Die folgenden Verweise führen zu den vollständigen Beiträgen der jeweiligen Herausgeber.

07. Mai 2026 | Kronen Zeitung

Thomas Maurer in Das Geschäft mit der Liebe

„Geschäft mit der Liebe“-Star Thomas Maurer tot

Die Kronen Zeitung berichtet über die große Bestürzung in der österreichischen TV-Welt und erinnert an Thomas Maurer als prägende Figur der ATV-Sendung „Das Geschäft mit der Liebe“.

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08. Mai 2026 | DER STANDARD

Porträt von Thomas Maurer

Bekannt aus „Das Geschäft mit der Liebe“: Thomas Maurer ist tot

DER STANDARD würdigt den aus der ATV-Reihe bekannten Partnervermittler und berichtet über seinen Tod im Alter von 61 Jahren.

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08. Mai 2026 | Judo-Landesverband Wien

Thomas Maurer bei einer Judo-Veranstaltung

Trauer um Maurer

Der Judo-Landesverband Wien erinnert an Thomas Maurer als ehemaligen Judoka und Trainer, an seine sportlichen Erfolge sowie an seine spätere Bekanntheit durch „Das Geschäft mit der Liebe“.

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08. Mai 2026 | Salzburger Nachrichten

„Geschäft mit der Liebe“: Thomas Maurer ist tot

Die Salzburger Nachrichten melden den Tod des aus der ATV-Sendung bekannten Partnervermittlers und geben die offizielle Anteilnahme der Sendergruppe wieder.

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07. Mai 2026 | Weekend

Thomas Maurer mit einer Begleiterin

Große Trauer: „Geschäft mit der Liebe“-Star ist tot

Weekend erinnert an Thomas Maurer als bekannten Partnervermittler und Kultstar der ATV-Sendung und berichtet über die Trauer bei Freunden, Kollegen und Fans.

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07. Mai 2026 | 5 Minuten

Porträt von Thomas Maurer

ATV-Star Thomas Maurer verstorben: „Werden dich nicht vergessen“

5 Minuten berichtet über persönliche Erinnerungen, Beileidsbekundungen und den Abschied langjähriger Freunde und Wegbegleiter.

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07. Mai 2026 | Kleine Zeitung

„Geschäft mit der Liebe“-Kuppler Thomas Maurer gestorben

Die Kleine Zeitung berichtet über den Tod des Leiters der Partnervermittlung „Ilona Maurer“, seine langjährige Bekanntheit aus der ATV-Sendung und die Reaktionen eines engen Wegbegleiters.

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07. Mai 2026 | Heute

Thomas Maurer mit Robert Nissel

ATV-Star tot – so schlecht ging es ihm wirklich

Heute lässt Thomas Maurers Freund und TV-Kollegen Robert Nissel zu Wort kommen und berichtet ausführlich über Maurers gesundheitliche Probleme vor seinem Tod.

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08. Mai 2026 | Brandaktuell

Thomas Maurer ist tot – und das Geschäft mit der Liebe bleibt ein hartes Lehrstück

Brandaktuell nimmt Thomas Maurers Tod zum Anlass für einen kritischen Kommentar über Reality-TV, mediale Inszenierung und den gesellschaftlichen Umgang mit Partnersuche und menschlicher Sehnsucht.

Historisches Pressearchiv

Historisches Pressearchiv der Agentur Ilona Maurer. Die erhaltenen Beiträge sind direkt in diese Seite eingebaut und öffnen sich ohne Weiterleitung auf fremde Websites.

29. Mai 2012 | W24

Ilona und Thomas Maurer bei W24 – beim Feicht

beim Feicht: Das Geschäft mit der Liebe

Ilona und Thomas Maurer beim Feicht zum Thema „Das Geschäft mit der Liebe“.

08. März 2012 | Ö1

Ö1 Radiokolleg – Interkulturelle Beziehungskisten

Radiokolleg – Interkulturelle Beziehungskisten

Liebe in Zeiten der Globalisierung. Ö1-Interview mit Ilona und Thomas Maurer. Gestaltung: Ulla Ebner.

07. Februar 2012 | NEWS.AT

NEWS-Chat mit Ilona und Thomas Maurer

Live Chat mit Ilona & Thomas Maurer

NEWS.AT: „Das Geschäft mit der Liebe“-Kuppler Thomas und Ilona Maurer sind bereits in der Redaktion eingetroffen. Ab sofort können Sie Fragen stellen.

06. Februar 2012 | BIBER

Ilona und Thomas Maurer – Die Liebesagenten

Die Liebesagenten

Ein historischer Beitrag über die deutsche und österreichische Version von „Das Geschäft mit der Liebe“ und die Arbeit von Ilona und Thomas Maurer.

07. Dezember 2010 | MOKANT

Ilona und Thomas Maurer im MOKANT-Interview

„Eine schwache Frau ist eine starke Frau“

Das ausführliche Interview mit Ilona und Thomas Maurer über ihre Agentur, Kennenlern-Castings und ihre Zusammenarbeit – beide Teile vollständig erhalten.

Brandaktuell · 08. Mai 2026

Thomas Maurer ist tot – und das Geschäft mit der Liebe bleibt ein hartes Lehrstück

Thomas Maurer ist tot: Ein Blick auf ATV, Reality-TV und warum Partnersuche im Fernsehen mehr über unsere Gesellschaft verrät als uns lieb ist.

Wenn jemand aus einer ATV-Sendung wie Das Geschäft mit der Liebe in Erinnerung bleibt, dann oft nicht wegen großer Worte, sondern wegen eines einfachen Mechanismus: Fernsehen macht aus Privatem ein Format. Thomas Maurer, der dort als Partnervermittler auftrat und nun tot ist, stand genau an dieser Schnittstelle. Sein Name ist für viele kein Begriff aus der Hochkultur, sondern aus einem Fernsehmodell, das menschliche Nähe in Sendeminuten übersetzt.

Das klingt banal, ist aber gesellschaftlich brisanter, als es auf den ersten Blick wirkt. Denn das Prinzip von Reality-TV ist nicht bloß Unterhaltung. Es verkauft Emotionen, Konflikte und Beziehungssuche als leicht konsumierbare Ware. Und es funktioniert. Laut dem TV Audience Measurement von GfK bleibt lineares Fernsehen in vielen Ländern zwar unter Druck, erreicht aber weiterhin große Massen, gerade bei zugespitzten Formaten. ATV hat sich über Jahre genau in jener Nische gehalten, in der peinliche Momente, soziale Reibung und das Gefühl von „Echtheit“ besonders gut laufen. Das ist kein Zufall, sondern ein Geschäftsmodell.

Die unbequeme Wahrheit lautet: Sendungen wie Das Geschäft mit der Liebe erzählen weniger über Liebe als über soziale Ungleichheit. Oft werden Menschen gezeigt, die ökonomisch, kulturell oder emotional verwundbar sind. Der Reiz liegt dann nicht in der Partnersuche selbst, sondern darin, dass das Publikum Distanz halten kann. Man schaut zu, bewertet mit, schmunzelt vielleicht sogar kurz – und muss sich nie ernsthaft fragen, warum so viele Menschen Beziehungen unter Bedingungen suchen, die von Einsamkeit, Geldnot oder Hoffnung auf einen Neuanfang geprägt sind.

Genau hier liegt der blinde Fleck vieler Debatten über Reality-TV: Es wird gern als harmlose Trash-Unterhaltung abgetan. Das ist bequem, aber zu kurz gegriffen. Die Medienforschung der Federal Communications Commission zeigt zwar nicht speziell diese Sendung, aber sie beschreibt einen allgemeinen Trend: Inhalte mit hoher emotionaler Zuspitzung und klaren Rollenbildern bleiben konkurrenzfähig, weil sie sofort verständlich sind. Einfachheit verkauft sich. Und zwar auch dann, wenn sie Menschen auf Stereotype reduziert.

Natürlich gibt es auch die Gegenposition. Wer will, kann sagen: Niemand wird gezwungen, so eine Sendung anzusehen. Die Beteiligten unterschreiben Verträge, und das Publikum bekommt eben das, was es bestellt. Das ist nicht völlig falsch. Es wäre auch billig, allen Reality-Formaten pauschal moralische Verderbtheit zu unterstellen. Nicht jede Inszenierung ist automatisch Ausbeutung, nicht jeder peinliche Fernsehmoment ein gesellschaftliches Verbrechen. Ein freier Markt für Medieninhalte schließt das Recht ein, sich an schlechtem Geschmack zu erfreuen. Oder daran zu scheitern.

Aber genau diese liberale Entlastung greift zu kurz, wenn man auf die soziale Funktion solcher Formate schaut. Die Sendung ist nicht bloß ein Spiegel von Bedürfnissen, sie formt Erwartungen. Wer ständig Beziehungen als Casting, Markt oder Rettungsaktion sieht, lernt nebenbei ein ziemlich armes Bild von Liebe. Dazu passt eine oft übersehene Entwicklung: Die Digitalisierung hat Partnerwahl nicht freier, sondern in Teilen härter gemacht. Das Pew Research Center berichtete 2020, dass etwa drei von zehn US-Erwachsenen schon einmal Online-Dating genutzt haben; unter Jüngeren ist der Anteil deutlich höher. Das klingt nach Vielfalt, bedeutet aber auch: mehr Auswahl, mehr Vergleich, mehr Optimierungsdruck. Die Logik des Marktes ist längst im Beziehungsleben angekommen. TV-Formate wie Das Geschäft mit der Liebe übersetzen das nur in besonders plumpe Bilder.

Eine zweite, weniger offensichtliche Einsicht: Solche Sendungen funktionieren nicht nur wegen der Menschen vor der Kamera, sondern wegen der Unsicherheit der Zuschauer. Wer genau hinsieht, erkennt oft nicht bloß Fremdscham, sondern ein kollektives Gefühl von sozialer Überforderung. Viele kennen die Angst vor Zurückweisung, den Druck, nicht genug zu sein, oder das Gefühl, in einem überhitzten Dating-Markt zu spät dran zu sein. Das erklärt, warum man sich über das Format lustig macht und trotzdem hinschaut. Fernsehen ist hier weniger Flucht als Simulation sozialer Unsicherheit. Das ist ernüchternd – und ziemlich effektiv.

Thomas Maurer war damit Teil eines Systems, das nie nur einzelne Figuren braucht, sondern Rollen: den Vermittler, den Kommentator, die Projektionsfläche. Sein Tod erinnert deshalb nicht nur an eine Person, sondern an eine Medienform, die bis heute erstaunlich stabil ist. Der Tod selbst ist in diesem Zusammenhang nicht die Pointe. Die Pointe ist, dass wir solche Sendungen noch immer brauchen, um unsere eigenen Widersprüche zu verkleiden: Nähe wollen, Distanz genießen; Authentizität fordern, aber Inszenierung einschalten; über andere lachen und dabei hoffen, selbst nie zur Figur zu werden.

Und genau deshalb ist die gemütliche Lesart falsch. Das Geschäft mit der Liebe war nie bloß harmlose Abendunterhaltung, sondern ein ziemlich ehrlicher Blick auf eine Gesellschaft, die Gefühle gern als Ware behandelt. Wer das nur als Trash abtut, macht es sich zu leicht. Vielleicht ist das eigentlich Unangenehme an Thomas Maurers Tod nicht die Nachricht selbst, sondern dass er an ein Fernsehprinzip erinnert, das wir längst normal gefunden haben: menschliche Sehnsucht als Format. Das ist nicht nur billig produziert, sondern auch billig gedacht.

Lokale Archivfassung aus der von der Agentur bereitgestellten PDF. Navigation, Werbung, Kommentarformular und weitere Seitenempfehlungen wurden nicht in den Lesetext übernommen.

W24 · 29. Mai 2012

beim Feicht: Das Geschäft mit der Liebe

Ilona und Thomas Maurer waren bei „beim Feicht“ zum Thema „Das Geschäft mit der Liebe“ zu Gast.

Ilona und Thomas Maurer bei W24

Die Sendung wurde am 29. Mai 2012 auf W24 dokumentiert. Aus der ehemaligen Website ist neben dem Titel und Datum dieses Vorschaubild erhalten.

Archivhinweis: Eine vollständige Text- oder Videofassung dieser W24-Ausgabe war in den erreichbaren Webarchiven nicht mehr vorhanden. Dieser lokale Eintrag bewahrt deshalb ausschließlich die nachweislich erhaltenen Angaben der damaligen Presseseite.

Ö1 Radiokolleg · 08. März 2012

Radiokolleg – Interkulturelle Beziehungskisten

Liebe in Zeiten der Globalisierung (4). Gestaltung: Ulla Ebner.

Fernreisen, Migration, internationale Partnerbörsen im Internet: Die Vernetzung der Welt führt auch immer mehr dazu, dass sich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen begegnen und verlieben.

Zwar soll die Sprache der Liebe angeblich universell sein, in der Praxis kommt es aber immer wieder zu kulturellen Missverständnissen. Das beginnt oft schon beim Kennenlernen. Viele Migranten und Migrantinnen in Österreich berichten davon, dass sie ihr im Heimatland gelerntes Flirtverhalten hier radikal verändern mussten, um beim anderen Geschlecht Erfolg zu haben. Zwischen der ersten Begegnung und einer festen Bindung sind es etwa 30 Schritte, sagen Experten für interkulturelle Kommunikation. Doch die Reihenfolge, in denen diese Schritte normalerweise gemacht werden, ist je nach Kulturkreis unterschiedlich.

Ebenso unterschiedlich können in verschiedenen Weltregionen Geschlechterrollen, die Bedeutung des familiären Netzwerks und Strategien zur Konfliktbewältigung sein. Interkulturelle Paare müssen daher oft ihre eigenen Regeln erfinden, um miteinander auszukommen.

Doch der Nationalstaat hat mitunter wenig Verständnis für die grenzenlose Liebe. Manche binationalen Ehepaare müssen jahrelang warten, bis ihnen das Fremdenrecht ein gemeinsames Leben gestattet. Weder die Ehepartnerinnen österreichischer Staatsbürger noch ausländische Väter österreichischer Kinder sind vor Abschiebung gefeit. Der Staat will um jeden Preis verhindern, dass sich Menschen durch Scheinehen einen Aufenthaltstitel „erschleichen“. Doch er riskiert dafür auch, das Liebesglück seiner Bürger und Bürgerinnen zu zerstören, kritisieren Organisationen wie Fibel – Fraueninitiative bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften – und Ehe ohne Grenzen.

Historische Archivfassung des auf Ö1 veröffentlichten Begleittextes. Die lokal gesicherte Originaldarstellung und der Vollseiten-Screenshot bleiben zusätzlich im Pressearchiv erhalten.

NEWS.AT · 07. Februar 2012

Thomas & Ilona Maurer

Die zwei Partnervermittler stehen heute von 12 bis 13 Uhr Rede und Antwort.

Seit einiger Zeit zeigt ATV am Dienstagabend die bereits dritte Staffel von „Das Geschäft mit der Liebe“. Eine Sendung, die sich – nicht zuletzt aufgrund des großen Fremdschäm-Potenzials – immer größerer Beliebtheit erfreut. Thomas und Ilona Maurer, zwei der Protagonisten der Reality-Doku, kommen heute von 12 bis 13 Uhr zu uns und stehen Ihnen im NEWS.AT-Chat Rede und Antwort.

Während Robert Nissel die große Liebe bereits gefunden hat – er ist seit Sommer mit der jungen Philippinin Yulen verheiratet – und nunmehr als „Love Coach“ fungiert, befinden sich Mario Orsolics und Peter Langhammer sowie andere Männer noch immer auf der Suche. Die ATV-Zuschauer dürfen den beiden also weiterhin Woche für Woche bei ihren skurrilen Dates mit vorwiegend Osteuropäerinnen zuschauen.

Ebenfalls wieder mit von der Partie sind Thomas und Ilona Maurer, die mit ihrer Partnervermittlungsagentur dafür sorgen, dass die Herren niemals zu lange auf dem Trockenen sitzen müssen. Sie suchen nun auch für deutsche Männer in der RTL-2-Doku-Soap „Traumfrau gesucht – Das Geschäft mit der Liebe“ passende Partnerinnen. Im NEWS.AT-Chat stehen die beiden heute von 12 bis 13 Uhr Rede und Antwort zu allen Fragen, die den Zuschauern schon seit Langem unter den Nägeln brennen. Nicht verpassen!

Aus der erhaltenen Chat-Seite

NEWS.AT: Hallo liebe User! „Das Geschäft mit der Liebe“-Kuppler Thomas und Ilona Maurer sind bereits in der Redaktion eingetroffen. Ab sofort können Sie Fragen gerne stellen!

Thomas & Ilona Maurer: Hallo liebe User, liebe Fans, ab jetzt stehen wir für eure Fragen zur Verfügung! Wir freuen uns auf euch!

Archivhinweis: Der Ankündigungsartikel ist vollständig erhalten. Die damalige Chat-Technik von CoveritLive lieferte im Webarchiv nicht mehr den vollständigen Gesprächsverlauf; übernommen wurden deshalb nur die nachweislich erhaltenen Chatpassagen.

BIBER · 06. Februar 2012

Die Liebesagenten

Ilona und Thomas Maurer über „Das Geschäft mit der Liebe“ und „Traumfrau gesucht“.

Ilona und Thomas Maurer – Die Liebesagenten

Den ATV-Quotenhit „Geschäft mit der Liebe“ gibt es seit Jahresbeginn auch in einer deutschen Version. In „Traumfrau gesucht“ schickt RTL II deutsche Männer auf Brautschau in den Osten. Partnervermittlerin Ilona Maurer und ihr Mann Thomas sind in beiden Sendungen dabei und erzählen, wie verschieden Deutsche und Österreicher im Ausland baggern.

Archivhinweis: Der vollständige BIBER-Artikel war in den erreichbaren Webarchiven nicht mehr vorhanden. Bewahrt wurden die Überschrift, das Vorschaubild und dieser auf der damaligen Website veröffentlichte Einleitungstext.

MOKANT · 07. Dezember 2010

Thomas Maurer: „Meine Frau bekommt alles, weil sie so lieb ist“

Thomas Maurer glaubt, „dass Emanzipation einer Partnerschaft im Weg steht“.

Durch die ATV-Doku-Sendung „Das Geschäft mit der Liebe“ ist das Ehepaar Ilona und Thomas Maurer bekannt geworden. Die Sendung begleitet die Maurers bei der Arbeit und macht ihre Kunden zu den Protagonisten. Ilona und Thomas Maurer betreiben die Agentur „East Diamond Beauties“, mit deren Hilfe österreichische Männer Frauen aus dem Osten kennenlernen können. Umstritten und erfolgreich zugleich sind Partnervermittlungsagenturen dieser Art. Welches Frauen- und Männerbild dahinter steckt und was das Erfolgsrezept ist, verrät das Ehepaar im Interview.

mokant.at: Frau Maurer, wie würden Sie Ihren Job charakterisieren?
Ilona Maurer: Wir haben eine Agentur, die Kennenlern-Castings organisiert, bei denen unseren Kunden mehrere Frauen vorgestellt werden, aus denen sie eine Frau zum Glücklichsein auswählen können.

mokant.at: Sie sind einer breiten Masse aus der ATV-Sendung „Das Geschäft mit der Liebe“ bekannt. Wie ist es dazu gekommen?
Ilona Maurer: Das erzählt besser mein Mann. Durch seine Kontakte sind wir dazugekommen. Es hat mit dem Übersetzen auf Reisen begonnen. Das ist so gut gelaufen, dass wir auf die Idee gekommen sind, eine Agentur aufzumachen.
Thomas Maurer: 2009 haben wir darüber gesprochen, im Rahmen der ATV-Serie das zu machen, was ich früher mit Models gemacht habe, nämlich Castings. Aber mit dem Unterschied, dass es sich um Kennenlern-Castings handelt und dass einem Mann nicht eine Frau vorgestellt wird, sondern vier Frauen gleichzeitig. Dadurch hat er nicht nur eine größere Auswahl, sondern es entsteht auch ein Konkurrenzverhältnis unter den Damen, was sehr belebend wirkt.

mokant.at: Wieso belebend?
Thomas Maurer: Die Ukraine ist eines der ärmsten Länder der Welt. Für Touristen gelten aber immer andere Preise, das Visum kostet Geld, die guten Hotels sind hochpreisig und so ist ein Mann in einer Woche mehrere tausend Euro los. Und wenn sich der Mann nur mit einer Frau treffen würde und das würde nicht passen, weil sie andere Vorstellungen voneinander haben, dann wäre das schade. Der Aufwand stehe in keiner Relation zu dem Ergebnis.

mokant.at: Was ist der Anreiz für osteuropäische Frauen, bei den Castings mitzumachen?
Thomas Maurer: Deutschsprachige Männer haben den Ruf, dass sie sehr familienfreundlich sind, Punkt eins. Punkt zwei: Die Männer in den Herkunftsländern sind arm, arbeitslos und oft dem Alkohol verfallen. Es gibt ganz wenige Superreiche, Oligarchen, die haben an jedem Finger hundert Frauen und dann gibt's ein paar Normale, das ist aber wie ein Lotto-Sechser. Das heißt, die Perspektive für die Frauen ist schlecht: „Nehme ich einen arbeitslosen Säufer oder nehme ich einen Oligarchen, wo ich die Nummer 350 bin?“

mokant.at: Ist die Haltung gegenüber osteuropäischen Frauen eine andere?
Thomas Maurer: Das ist wie in der ATV-Sendung: Viele Männer halten sich in Wien zurück und sagen nicht das, was sie sich denken, weil der Mainstream zur Emanzipation und zum Feminismus hingeht. Drüben denken sie sich dann: „Das ist ja eh nur eine Ostblockfrau“ … Das ist natürlich eine schlechte Basis für eine Beziehung.

mokant.at: Was ist das Besondere an osteuropäischen Frauen?
Thomas Maurer: In der ersten Staffel der ATV-Serie hat eine Dame namens Olga es so zusammengefasst: Österreichische Frauen versuchen sich fast männlich durchzusetzen, wenn es um Beziehungen geht. In Russland jedoch sagt man: „Eine schwache Frau ist eine starke Frau“. Das bedeutet, dass, wenn sie durch ihre weibliche Schwäche den Mann bezirzt, wird sie stark, weil er für sie alles machen würde.

mokant.at: Sind österreichische Frauen uninteressant geworden durch die Emanzipation?
Thomas Maurer: Ich glaube, dass Männer und Frauen in Österreich nicht glücklich sind, weil einiges falsch läuft. Ich glaube sehr wohl, dass die Emanzipation – bis zum Feminismus vorangetrieben – einer Partnerschaft im Weg steht. Früher hat man Emanzipation mit Vermännlichung übersetzt. Wenn ein Mann bei seiner Frau männliche Züge wahrnimmt, wird er durch machoides Verhalten versuchen, dagegen zu arbeiten. Das alles sind Dinge, die falsch laufen.

mokant.at: Wie leben Sie Ihre Beziehung?
Thomas Maurer: Wenn Sie sich meine Frau anschauen, da gibt's kein hartes Wort, kein Schreien, aber sie bekommt auch alles, weil sie so lieb ist und weil man ihr einfach alles geben will. Wenn sie ihre Weiblichkeit richtig einsetzt, ist sie die wahre Chefin daheim. Ein Mann, der wirklich liebt, tut alles für seine Frau. Er soll den Chef spielen dürfen, aber sie ist die Chefin.

mokant.at: Ilona, Sie sind in der ATV-Sendung eher im Vordergrund. Warum ist das so?
Ilona Maurer: Das ist meine Firma, die ich hier repräsentiere. Und wenn wir in den Osten reisen – da kenne ich mich einfach aus. Ich fühle mich jedoch sicher, wenn Thomas dabei ist. Viele Kontakte stellt Thomas her, er gibt mir Ratschläge. Er kann gut Leute und Situationen einschätzen.
Thomas Maurer: Ich bin das Mastermind, sie ist die Marke! Ich fühle mich sehr wohl im Hintergrund. Außerdem wird Ilona sehr geschätzt von den Medien. Sie kommt sehr gut an, denn was sie sagt, ist natürlich.

Teil 2: „Die Damen halten viel von deutschsprachigen Männern“

Die Maurers verraten den Ablauf eines Castings und womit Männer punkten können.

mokant.at: Werden Sie auf der Straße erkannt?
Ilona Maurer: Ja! Wenn wir unterwegs sind, werden wir erkannt und oft über die Protagonisten der Sendung befragt. Darüber reden wir jedoch nicht.

mokant.at: Was löst Ihre Bekanntschaft durch die Serie aus?
Thomas Maurer: In der Werbepause der am Montag laufenden ATV-Sendung ruft beispielsweise ein Mann an und sagt, dass er mit seinen vier Freunden gern eine Reise nach Ungarn machen würde, ob wir das nicht organisieren können.
Ilona Maurer: So ganz nach dem Motto „Willst du mir für ein lustiges Wochenende eine Frau besorgen?“. Aber so etwas machen wir nicht!

mokant.at: Wie fühlt man sich da als Frau?
Ilona Maurer: Naja, angegriffen und beleidigt. Aber da muss man sachlich bleiben und klarstellen, dass wir nur seriös Beziehungen stiften!

mokant.at: Wie viele Kunden betreuen Sie derzeit?
Ilona Maurer: Seit dem Fernsehauftritt sind wir fast überfordert. Aktuell haben wir fünfzig Kunden, weitere fünfzig sind in der Warteschleife. Die Kunden haben alle unterschiedliche Bedürfnisse, auf die wir individuell eingehen.

mokant.at: Kommt es bei den Kennenlern-Castings auch zu unangenehmen Situationen?
Ilona Maurer: Wir lehnen Kunden im Vorhinein auch ab, wenn wir merken, das funktioniert nicht. Bevor wir auf Reisen gehen natürlich, weil das eine viel zu intensive Zeit ist.
Thomas Maurer: Bei ungebührlichem Benehmen, wenn wir schon in einer Casting-Situation sind, brechen wir ab. Es gibt Männer, die führen sich wie ein Schwein auf, wenn sie in den Osten kommen, und denken, weil sie Österreicher sind, wird ihnen der rote Teppich ausgerollt. Ein Mann, der sich schlecht benimmt, wäre absolute Negativ-Werbung. Außerdem suchen wir nur liebe Mädchen aus und die wollen wir nicht mit irgendwelchen Proleten belästigen.

mokant.at: Wissen die Damen, worauf sie sich einlassen?
Ilona Maurer: Frauen bekommen vor dem möglichen Treffen Fotos vorgelegt und wenn ihnen der Mann optisch nicht zusagt, können sie gehen. Das bedeutet, dass die, die da sind, tatsächlich interessiert sind. Auch er muss umgekehrt ausgesucht werden.

mokant.at: Wie werden die Castings organisiert?
Ilona Maurer: Wir besprechen mit dem Kunden im Vorfeld genau, was er sich vorstellt und wohin er fahren will. Dann reise ich hin und knüpfe Kontakte und bereite die Reise mit dem Kunden vor.

mokant.at: Wie sprechen Sie die Mädchen an?
Ilona Maurer: Die Mädchen erreichen wir durch verschiedene Medien: durch Inserate, regionales Fernsehen und Radio. Dann melden sie sich bei uns. Eine andere Möglichkeit ist, sie persönlich anzusprechen.
Thomas Maurer: Ilona kann sehr gut Leute ansprechen, da hat sie wirklich eine Gabe, Menschen zu begeistern. Ilona spricht die Leute persönlich an, auf der Straße oder im Kaffeehaus oder im Kaufhaus. Ich bin eher derjenige, der aussucht, welche Dame zu dem Kunden passen könnte. Wir machen aktuelle Fotos von den Damen mit der Digitalkamera, diese zeigen wir dann dem Kunden in Wien.
Ilona Maurer: Die Fotos müssen schon realistisch sein und passen, damit die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt und die Enttäuschung nicht zu groß ist.

mokant.at: Wie bereiten Sie die Mädchen im Vorfeld eines Castings vor?
Ilona Maurer: Ich berichte über den Mann und zeige ihr, welche Perspektiven sie mit ihm hätte, zum Beispiel eine Familie zu gründen. Aber wir verdrehen nichts. Generell aber halten die Damen viel von deutschsprachigen Männern.

mokant.at: Zeigen Sie den Damen auch Fotos von Ihren Kunden, also von den Männern, die sie interessieren sollten?
Thomas Maurer: Ich bin ja der Meinung, dass es vom Mann keine Fotos geben muss, weil ein Mann interessant und nicht schön sein muss. Die Frau punktet mit der Schönheit, er mit dem, was er ist. Vielleicht hat er ein Haus, eine Firma und ist zuverlässig. Mit diesen Infos kann sich die Frau dann ein Bild machen.

mokant.at: Die Frau braucht also eine Vision vom Leben mit ihm, der Mann braucht ein optisches Bild von der Frau, mit der er leben könnte?
Thomas Maurer: Ich glaube, das Aussehen der Frau ist für einen Mann wichtiger als das Aussehen des Mannes für die Frau. Ein schöner Mann im Osten wird eher abgelehnt, da denken die Frauen, dass sie den nie für sich alleine haben können oder sogar, dass er homosexuell ist. Man hat keinen Vorteil, wenn man als Mann super aussieht, man hat's sogar schwer. In Russland haben die hässlichsten Männer die schönsten Frauen. Wichtige Attribute sind eher, dass er Kinder will, die Familie erhalten kann und gut zu seiner Frau ist.

mokant.at: Ein Beispiel: Ein Wiener trifft vier Ukrainerinnen. Wie helfen Sie bei der Überwindung der Sprachbarriere?
Thomas Maurer: Wir sind eine Werbe- und Eventagentur. Wir veranstalten den Event und helfen. Aber wir lassen den Flirt, wir stören nicht. Der hat die Auswahl in einer optimierten Situation, die wir herstellen. Wir stellen eine natürliche Situation her, wir helfen und fördern bei Entwicklungen. Dann trifft der Kunde eine Auswahl. Ilona und ich beraten begleitend, welche Dame es ernst meint und wo er sich vielleicht nicht anstrengen muss. Wir wollen für beide das Optimale herausholen.

mokant.at: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Ilona Maurer: Mit meinem Mann zusammen, verheiratet und mit vielen, vielen Kindern.
Thomas Maurer: Wie viele?
Ilona Maurer: Drei.
Thomas Maurer: Nur drei? (lächelt)

Interview: Natalie Chrstos · Fotos: Georg Marlovics

Beide Teile des Interviews wurden aus den lokal gesicherten Archivfassungen übernommen. Navigation, Werbung und andere redaktionsfremde Seitenelemente wurden nicht in den Lesetext aufgenommen.